SHIS/UEWV: Historische Dialektologie

Dozent:innen: Andreas Klein
Kurzname: SHIS
Kurs-Nr.: 05.067.962
Kurstyp: Seminar

Voraussetzungen / Organisatorisches

Voraussetzungen für die erfolgreiche Teilnahme sind die Bereitschaft zur regelmäßigen Vor- und Nachbereitung der Sitzungen und die aktive Mitarbeit im Kurs. Die Modulprüfung (Hausarbeit) baut auf der aktiven Teilnahmeleistung auf, die im Laufe des Semesters in Form einer dialektologischen Studie erbracht wird.

Anwesenheitspflicht

Eine regelmäßige Teilnahme in Präsenz wird empfohlen. Die Anwesenheit an bestimmten Veranstaltungsterminen gehört zur aktiven Teilnahme und ist damit verpflichtend.

Empfohlene Literatur

Wiesinger, Peter (2017): Historische Dialektologie des Deutschen. Grundsätzliches und Methodisches zur Rekonstruktion dialektaler Lautentwicklungen. In Franz Patocka (Hrsg.): Strukturelle historische Dialektologie des Deutschen. Hrsg. von Franz Patocka. Hildesheim Olms, S. 13–29.

Weitere Literatur wird im Kurs bekanntgegeben.

Inhalt

Die überregionale deutsche Standardsprache ist eine vergleichsweise junge Varietät, die nicht direkt auf die ältesten Sprachstufen des Deutschen zurückgeht. Wenn wir von Alt- oder Mittelhochdeutsch sprechen, beziehen wir uns auf ein heterogenes Varietätengefüge, das in den modernen Dialekten weiterbesteht. Ein ungetrübter Blick auf Sprachwandel gelingt also nur der Historischen Dialektologie. Sie hat den höchsten Wert, wenn es darum geht, Theorien über den Wandel von Sprachsystemen zu bestätigen oder zu widerlegen. Dialekte gelten als die natürlichsten Instanzen einer Sprache. Sie werden i.d.R. nur muttersprachlich erworben und ohne institutionalisierte Normautoritäten.
Dem hohen theoretischen Wert der Historischen Dialektologie steht allerdings ein ebenso hoher empirischer Anspruch gegenüber. Wiesinger (2017: 13) beschreibt den Gegenstand dieser Veranstaltung wie folgt:

„Unter Historischer Dialektologie hat man die Erforschung der Geschichte der Herkunft und Entwicklung der rezenten Dialekte zu verstehen. Es ist also zu fragen nach den Grundlagen der Dialekte und wie sich diese im Lauf der Zeit zu den heute vorliegenden Zuständen weiterentwickelt haben. So geht es nicht um die in der Dialektologie vorrangig betriebene Synchronie der Dialekte, sondern um die Rekonstruktion und Erklärung ihrer Diachronie. Die dazu zur Verfügung stehenden Materialien sind freilich gering […]“

Da es sich bei Dialekten um konzeptionell und i.d.R. auch medial mündliche Varietäten handelt, lässt sich ihre historische Entwicklung oft nur schwer bzw. lückenhaft dokumentieren. Wie dies dennoch durch die Kombination verschiedener Verfahren gelingen kann, werden wir in diesem Kurs besprechen und in kleinen Studien selbst erproben. 
 

Termine

Datum (Wochentag) Zeit Ort
13.04.2026 (Montag) 12:15 - 13:45 00 115 (K4) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
20.04.2026 (Montag) 12:15 - 13:45 00 115 (K4) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
27.04.2026 (Montag) 12:15 - 13:45 00 115 (K4) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
04.05.2026 (Montag) 12:15 - 13:45 00 115 (K4) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
11.05.2026 (Montag) 12:15 - 13:45 00 115 (K4) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
18.05.2026 (Montag) 12:15 - 13:45 00 115 (K4) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
01.06.2026 (Montag) 12:15 - 13:45 00 115 (K4) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
08.06.2026 (Montag) 12:15 - 13:45 00 115 (K4) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
15.06.2026 (Montag) 12:15 - 13:45 00 115 (K4) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
22.06.2026 (Montag) 12:15 - 13:45 00 115 (K4) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
29.06.2026 (Montag) 12:15 - 13:45 00 115 (K4) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg
06.07.2026 (Montag) 12:15 - 13:45 00 115 (K4) Übungsraum
9139 - Am Kisselberg