Was wäre, wenn Sprache nicht nur etwas ist, das wir benutzen – sondern etwas, das sich verändert und das uns prägt? Sie möchten verstehen, wie Sprache funktioniert, wie Sprache erworben wird und warum sich Sprache verändert? Sie interessiert, wie Sprache gesellschaftliche Diskurse beeinflussen kann? Dann kommen Sie nach Mainz.

Unser Master ist kein klassisches „Sprachenstudium“ – sondern ein forschungsorientierter Master, der Sie in die Tiefen der deutschen Sprache eintauchen lässt: von ihrer Struktur und Geschichte bis hin zu ihrem Erwerb, ihrer Nutzung in digitalen Medien und ihrer Rolle in Gesellschaft und Politik. Ob Sie sich für Grammatiktheorie, Sprachwandel oder Spracherwerb interessieren – hier finden Sie Raum, Ihre Neugier wissenschaftlich und forschungsorientiert auszuleben.

Es stehen Ihnen viele Berufsfelder offen, in denen Sprache einen zentralen Stellenwert einnimmt, wie z.B. in Verlagen, in Medieneinrichtungen oder in der Unternehmenskommunikation. Die Analyse, Reflexion und Aufbereitung sprachlicher Äußerungen wird nicht zuletzt durch die Entwicklung der Medienlandschaft immer wichtiger.

In der Mainzer Germanistik können Sie zwischen mehreren sprachwissenschaftlichen Masterstudiengängen wählen:

  • Masterfach (=Hauptfach)
  • Ergänzungsfach mit Vorkenntnissen
  • Ergänzungsfach ohne Vorkenntnisse (wenn Sie im Bachelor nicht Germanistik/Deutsch studiert haben)

Das Masterfach können Sie nach dem Mastermodell Profilierung kombinieren mit:

  • sprachwissenschaftlicher Vertiefung
  • einem anderen Ergänzungsfach (z.B. mit dem Master Germanistische Literaturwissenschaft)
  • ergänzenden Qualifikationen im Rahmen des Zertifikatsprogramms

Details zu Inhalten und Aufbau erfahren Sie im Studiensteckbrief. Modulhandbücher und Studienverlaufspläne können Sie auf der Seite des Studienbüros einsehen. Für Beratung und weiterführende Informationen zum Studiengang steht unsere Studienfachberaterin Carmen Scherer gerne bereit.

Die folgenden Veranstaltungen werden im Sommersemester für das Masterfach und das Ergänzungsfach mit Vorkenntnissen angeboten. (Weitere Veranstaltungen für das Ergänzungsfach ohne Vorkenntnissen können Sie dem Vorlesungsverzeichnis entnehmen.)

Im Sommersemester gibt es im Lehrangebot erstmals den Lehrschwerpunkt Trashlinguistik. Was dahinter steckt, erfahren Sie weiter unten auf dieser Seite.

Vorlesung

Seminare

Übungen und Kleingruppen

Sprach(struktur)kurse

Im SoSe 2026 organisieren Paul Reszke, Rita Finkbeiner und Anja Müller einen vom Gutenberg Lehrkolleg (GLK) geförderten Lehrschwerpunkt „Von ironischer Rezeption zu medienkompetenter Reflexion: Forschendes Lernen in Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik am Anwendungsbeispiel Trashkultur“, kurz: Lehrschwerpunkt Trashlinguistik.

Hintergrund

Die Linguistik hat erst in den letzten Jahren begonnen, sich verstärkt für popkulturelle Phänomene zu interessieren. Ein Schlüsselbegriff, der viele dieser Phänomene verbindet, ist Trash. Zu Phänomenen wie Trash-TV, Trashfilmen, Trash-Musik, Trash-Literatur und Trashkultur insgesamt liegen bisher aber nur wenige punktuelle Untersuchungen vor, die das Gesamtphänomen in seiner Komplexität nicht systematisch erfassen. Ein kohärenter linguistischer Zugriff auf Trash ist bisher gar nicht erfolgt.

Inhalt des Lehrschwerpunkts

Wir bieten im Rahmen des Lehrschwerpunkts im SoSe 2026 die folgenden, allen Studierenden des M.A. Germanistische Sprachwissenschaft offen stehenden Projektseminare an, in denen wir uns Trash aus linguistischer Sicht nähern.

Die Seminare werden konzeptionell miteinander vernetzt, arbeiten auf eine gemeinsame Posterpräsentation hin und werden im Semester von einer Reihe von öffentlichen Abendvorträgen begleitet. Die Studierenden reflektieren in diesem Seminarverbund nach dem hochschuldidaktischen Prinzip des Forschenden Lernens aus linguistischer Sicht unterschiedliche kulturelle Phänomene, die unter „Trash“ fallen könnten, und untersuchen ihre mediale und ästhetische (ironische) Rezeption. Im Rahmen der Projektarbeit erarbeiten sie sich einen methodischen Werkzeugkasten, suchen sich eigene Teilthemen aus, entwickeln dazu Fragestellungen und Analysen und schließen das Projekt mit einer gemeinsamen Posterausstellung, zu der auch die Öffentlichkeit eingeladen ist. Begleitend zu den Seminaren ist eine Reihe von Abendveranstaltungen geplant, für die wir Expert:innen aus Wissenschaft, Journalismus und Kulturbetrieb einladen, mit den Studierenden und der interessierten Öffentlichkeit über Trash ins Gespräch zu kommen. U.a. wird die Trash-TV-Expertin Anja Rützel bei uns zu Gast sein (https://www.instagram.com/arnjarrr/?hl=en).

Ziele

  • Exploratives Erschließen eines neuen linguistischen Forschungsfelds durch Studierende und Lehrende ausgehend von lebensweltlichen Bezügen der Studierenden
  • Förderung der Medienkompetenz der Studierenden
  • Erprobung von Elementen der Wissenschaftskommunikation durch öffentliche Posterpräsentationen, Diskussionen und Abendveranstaltungen
  • Stärkung der Motivation und Fachidentifikation der Studierenden
  • Erprobung und Evaluierung des Konzepts Lehrschwerpunkt, um dieses langfristig zu etablieren